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Denn das Herz...

Nach schwerer Krankheit ist im vergangenen November der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt verstorben. In einem Interview mit DIE WELT gibt er zu, in seiner Zeit als Politiker bestimmt hundert Mal in Ohnmacht gefallen zu sein. Als Intensivraucher er hat an schweren Kreislaufstörungen gelitten und insgesamt fünf Herzschrittmacher gehabt. Der letzte, so Schmidt, sei „viel brauchbarer“ gewesen als sein erster aus dem Jahre 1981. Nicht jeder Politiker spricht so offen, ja geradezu beherzt über seine Gesundheit.

Die Liste herzkranker Politiker ließe sich, wenn man so will, beliebig erweitern. Während Hans Dietrich Genscher von der FDP gleich mehrmals am Tod vorbeischrammte, ereilten Gregor Gysi von der Linken bereits drei Herzinfarkte und auch Jürgen Trittin von den Grünen einer im Jahr 2010, den SPD-Vorsitzenden Matthias Platzeck ein Schlaganfall, und Ex-Verteidigungsminister Peter Struck verstarb 2012 im Alter von 69 Jahren an einem Infarkt. Soweit die deutsche Politlandschaft. Bill Clinton wiederum lebt nach seinem Herzinfarkt 2004 mit vier Bypässen. Überhaupt führt ein Blick in die Leiden der amerikanischen Präsidenten zutage, dass Dwight D. Eisenhower sowohl einen Infarkt als auch einen Schlaganfall erlitt, Woodrow Wilson infolge einer schweren Erkrankung seiner Gehirn- und Herzkranzgefäße einen Schlaganfall mit linksseitiger Lähmung und Franklin D. Roosevelt gleich mehrere Schlaganfälle mit einer tödlichen Gehirnblutung im Jahre 1945 hatte.

Herzkreislaufstörungen jedoch sind beileibe keine Besonderheit der Politikerkaste. In der Kunst und Kulturszene finden sich: der Schauspieler und Regisseur Thomas Kornack, Infarkt mit letalem Ausgang mit nur 38 Jahren, Filmproduzent Bernd Eichinger, verstorben während eines Abendessens im Alter von 61 Jahren, Hollywood-Kamera-Legende Andrew Lesnie, Herzversagen mit 59 Jahren, Schauspieler Michael Clark Duncan mit 54, Kultautor Douglas Adams mit 49, Friedrich Dürrenmatt mit 69, Literatur-Nobelpreisträger Jean-Marie Gustave Le Clézio ebenfalls mit 69,  Francis Scott Fitzgerald mit 44, Karl Kraus mit 62 durch  Herz- und Gehirnschlag, Bertolt Brecht mit 54 nach einem Herzinfarkt, und auch Anna Achmatowa ist wegen Herzversagen gestorben.

Zahlreiche Oscar-Nominierte wie beispielsweise Bette Davis, Elisabeth Tylor, Richard Burton, Kirk Douglas, Cary Grant, James Garner u. v. m. waren von vaskulären Vorfällen betroffen. Finanzielle Absicherung und Traumjobs, verstanden als Selbstbestimmtheit, sind keineswegs eine Garantie für körperliche Unversehrtheit. Jede Rastlosigkeit, selbst die künstlerische, birgt Risiken. Nicht grundlos weisen aber Gesundheitswissenschaftler wie Stuckler und Basu darauf hin, dass die Postleitzahl mittlerweile „einer der wichtigsten Faktoren für die Berechnung der Lebenserwartung“ geworden ist. Von Armut betroffene Schichten, versteht sich, werden schneller alt und leichter krank.

Vor wenigen Tagen hat nun für Star-Architektin Zaha Hadid im 65-sten Lebensjahr das Herz versagt und für immer aufgehört zu schlagen. Mit ihrer Architektur hat sie die Gesetze der Schwerkraft „besiegen“ wollen; ein freudvoller Lebensabend samt Erreichen der durchschnittlichen Lebenserwartung war ihr jedoch nicht beschieden.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen Zahlen & Fakten

Wer einen halbwegs gesunden Lebensstil pflegt, beugt nicht nur Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall und einer Reihe chronischer Erkrankungen vor, sondern benötigt im Alter zahlreiche Medikamente weniger, die Nebenwirkungen beinhalten. Eigentlich wissen wir das alle oder ahnen es zumindest. Dennoch sind, wie die Liste der Prominenten schon andeutet, Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache Nummer 1 weltweit, allen voran Herzinfarkte und Schlaganfälle.

So auch in Deutschland, wo Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ohne Schlaganfälle) 2013 für den Tod von 354.493 Menschen verantwortlich waren. Dies entspricht 66,1 Prozent aller Todesfälle in der Bevölkerung, berichtete die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie im Herzbericht 2015. Im Jahr 2012 verursachten sie in Deutschland mehr als 2,5 Millionen Krankenhausaufenthalte. In Österreich waren sie 2013 die Todesursache für 42,9 Prozent, so die Statistik Austria.

Die Zahlen sind schier unglaublich: weltweit sterben jährlich rund 17,3 Millionen Menschen an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, wobei Schätzungen einen Anstieg auf bis zu 23,6 Millionen im Jahr 2030 prognostizieren. In den Industrieländern sind sie, gemäß dem Österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, mit rund 45 Prozent und in den Entwicklungsländern mit rund 25 Prozent die häufigste Todesursache. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ebenso wie Burnout oder Depressionen, treten immer öfter bei immer jüngeren Patientengruppen auf.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben viele Gesichter

Nicht immer, aber sehr oft begründet sich schlechte Gesundheit in einer unseligen Mischung aus Stress, Übergewicht, Schlafdefizit, Bluthochdruck, Diabetes, schlechten Ernährungsgewohnheiten oder Bewegungsmangel. Grünen-Politiker Trittin zum Beispiel, und das macht die Sache etwas kompliziert, ist weder übergewichtig, trinkt kaum Alkohol, noch raucht er, sondern bewegt sich regelmäßig. „Ich hatte geglaubt, meine Lebensweise würde helfen, meine erbliche Veranlagung – mein Vater und Großvater hatten Herzinfarkte – zu überwinden. Es war ein großer Schock und es war knapp. Und ich musste erkennen, dass ich einer erblichen Veranlagung nicht davon laufen kann.“, so Trittin in einem Interview mit der Zeitung „Bild am Sonntag“.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben also viele Gesichter und umfassen unter anderem: arterielle Hypertonie (Bluthochdruck), ischämische Herzkrankheiten (wie beispielsweise die koronare Herzkrankheit), Herzklappenfehler, Herzrhythmusstörungen, Cor pulmonale („Lungenherz“), andere Erkrankungen des Lungenkreislaufs oder arterielle Verschlusskrankheiten.

Herzgesundheit und HRV

Zur Beurteilung von Herzgesundheit und Leistungsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems eignet sich eine 24-stündige HRV-Messung in hohem Maße, denn die Variabilität unserer Herzschläge ist dafür ein exzellenter und schlüssiger Parameter zur richtigen Beurteilung des gesundheitlichen Status Quo. Fazit: Das Infarktrisiko ist bei eingeschränkter HRV deutlich erhöht. Nach einem erlittenen Herzinfarkt ermöglicht die HRV die Vorhersage des wahrscheinlichen Gesundungs- oder Krankheitsverlaufs (Prognose). Dies haben u. a. die NHLBI Framingham Heart Study und zahlreiche weitere, hochrangige wissenschaftliche Studien mit Zahlen untermauert.

„Zeigt sich in der HRV ein Verdacht auf ein erhöhtes Infarkt-Risiko werden natürlich zusätzliche Untersuchungsmethoden mit Hilfe bildgebender Diagnoseverfahren eingesetzt. Die multimodale Herz-Bildgebung (Echokardiographie, Magnetresonanz, Computertomographie, Herzkatheter) ermöglicht den virtuellen Einblick in das Herz und erlaubt eine präzise Diagnostik und Auswahl eines geeigneten Therapiekonzepts.“, sagt heartrates-Mediziner Dr. Josef Mahlknecht, der in der HRV nicht die Selbstoptimierung, sondern in erster Linie eine Verhinderung von Leistungseinbrüchen sieht. Dazu müsse aber „die Wahrnehmung und der Sinn für Prävention geschult und gestärkt werden, denn solange ich den Vorteil objektiver Messdaten für mich nicht zu erkennen imstande bin, können die modernsten und wissenschaftlichsten Untersuchungsmethoden nicht helfen.“

HRV-Messbeispiel: im Burnout

Das HRV-Messbild dieses 38-jährigen jungen Mannes zeigt ein Burnout-Syndrom. Das Risiko für Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall ist extrem hoch, sein biologisches Alter beläuft sich auf 70 Jahre.  

In einer 24-Stunden HRV-Messung erkennt man Burnout an stark erhöhten mittleren Herzraten tagsüber wie auch nachts. Das Pulsniveau ist tätigkeitsunabhängig nahezu immer gleich hoch und die Anpassungsfähigkeit des Organismus an das jeweilige Tagesgeschehen ist völlig verloren gegangen. Das vegetative Nervensystem hat sich quasi „abgeschaltet“. Die so genannte „Total Power“ (=Summe aller Frequenzbereiche) ist stark vermindert. Die Werte, welche die parasympathische Aktivität anzeigen (pNN50, r-MSSD) sind sowohl tagsüber als auch nachts nahezu gleich Null. Die Schlafqualität ist signifikant gestört und durch so genannten „Erschöpfungsschlaf “ gekennzeichnet: hohe Herzraten und keine (!) HRV. Das Lebensfeuer „brennt“ nicht mehr, es sind lediglich ausgedünnte Reste und ein niedriger Sockel davon sichtbar. Der VLF-Bereich (0,0033-0,04 Hertz) zeugt von massivem Substanzverlust. Der Patient wurde zu einer umfassenden internistischen Durchuntersuchung ins Krankenhaus überwiesen und befindet sich auf dem Weg der Besserung.

Wahrnehmung & Schmerzempfinden

Schon Aristoteles beschreibt in seiner Theorie des Lebendigseins (aisthêtikon) das Wahrnehmungsvermögen als eine charakteristische und individuelle Fähigkeit von Mensch und Tier. Über die bekannten fünf Sinne – Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten – nehmen wir auf physiologische Art unsere Umwelt also wahr. Die moderne Physiologie kennt zusätzlich noch vier weitere Sinne: die Körperempfindung, auch als Tiefensensibilität bezeichnet, den Gleichgewichtssinn, die Thermorezeption, und die Schmerzempfindung. Schmerz ist eine höchst subjektive Wahrnehmung, die als eine Art „Warnsignal“ fungiert und als solches wertvolle Dienste leistet. So suchen wir bei Zahnschmerzen für gewöhnlich einen Zahnarzt/eine Zahnärztin und bei Knieschmerzen eine Orthopäden/eine Orthopädin auf usw. Wir spüren, dass etwas nicht stimmt, wenn die Dysfunktionalität sich bemerkbar macht.

Anders verhält es sich hinsichtlich unserer inneren Organe – diese entziehen sich weitgehend unserer Empfindung und sind allesamt gar nicht so leicht vorstellbar. Es ist ein bisschen so, als würde sich ein Europäer Australien oder Neuseeland imaginieren: zwei Inseln, die sehr, sehr weit entfernt sind. Auch spüren wir unsere inneren Organe deutlich weniger als eine Hand oder einen Fuß. Wer weiß schon, wo sich Milz oder Galle genau befinden, oder dass die Leber ca. 1,7kg bei einem Körpergewicht von 70kg wiegt?! Selbst über Herz und Lunge denken wir für gewöhnlich wenig nach, obwohl, genau genommen, unser Überleben von ihnen abhängt, von der Existenz und Komplexität zweier Blutkreisläufe (Körper- und Lungenkreislauf) und seinen Vorteilen einmal ganz zu Schweigen...

Das Herz ist im Übrigen ein „autonomes Organ“ und schlägt daher in einer Nährstofflösung selbstständig weiter. Eine Lunge beispielsweise, um eine Randbemerkung hier einfließen zu lassen, könnte ohne äußere Einflüsse wie Smog, Asbest, Rauchen oder stressbedingte Giftbelastungen theoretisch über 200 Jahre alt werden.

Bedauerlicherweise ist eine Verkalkung der Herzkranzgefäße nicht auf die gleiche Weise „spürbar“ wie etwa eine sich ankündigende Verstopfung eines Abflussrohres in Küche oder Badezimmer und Bluthochdruck, nicht unmittelbar sichtbar, ähnlich einem Ampelsystem, das bei fortschreitender Abweichung von Normwerten von grün auf gelb und schließlich auf rot springt. Würden zu hohe Cholesterinwerte den Appetit auf natürliche Weise verringern, wäre dies durchaus praktisch. Politiker:innen und Persönlichkeiten aus dem Kulturbetrieb, die tagtäglich unsere Bildschirme schmücken und Teil unseres Lebens sind, wären weniger dick, weniger ungesund, weniger gefährdet.

Trotz zahlloser Fitness-Armbänder und technologischer Gadgets, die eine Visualisierung des Körperinneren und eine entsprechende Sensibilisierung anstreben, kann kaum jemand etwas mit Angaben wie „Gesamtanzahl der Herzschläge in 24 Stunden“ anfangen. Erst durch Vergleiche wie „Das Herz eines Burnout-Patienten schlägt in einem Tag 130.000-140.000 Mal, das eines Gesunden zwischen 100.000-110.000 Mal, das eines Spitzensportlers 80.000-90.000 Mal“ und den daraus resultierenden Ableitungen und Interventionen gelingt es, Menschen für ihren Lebensmotor tatsächlich zu sensibilisieren. Das Herz ist, streng anatomisch gesprochen, ein Muskel in der Größe einer Faust. Wie sämtliche Muskeln im Körper profitiert es von einer Aktivierung, auch abseits jedes verordneten Sport- und gehypten Fitnesswahns.

Unsere Wahrnehmung bzw. unsere Eigen- und Fremdwahrnehmung hängen darüber hinaus von einer Vielzahl von bio-psycho-sozialen Faktoren ab und ist notgedrungen selektiver Natur. Vorerfahrungen, Erwartungen, Einstellungen, Interessen, Tagesverfassung... all das spielt hier eine Rolle. Ohne selektive Wahrnehmung, die als die unbewusste Suche nach bekannten Mustern verstanden werden kann, könnte unser Gehirn die Fülle von Information, die laufend von allen Seiten auf uns einprasselt, nicht bewältigen. Verdrängung ist insofern ein höchst wirksames psychisches Phänomen, wenn es darum geht, statistisch wahrscheinliche gesundheitliche Folgewirkungen des eigenen Lebensstils an der bewussten Selbstwahrnehmung vorbeizuschleusen. Ob der Kauf sündteuren Motoröls für den Motor des eigenen PKWs als unbewusste Ersatzhandlung/Sublimierung zu werten ist, wäre vielmehr eine Frage für den Tiefenpsychologen Freud.

Vorsorgemedizin & Lebensqualität

Zugleich – und auch bedauerlicherweise – gerät in einer auf Leistung und Selbstoptimierung ausgerichteten Gesellschaft leicht aus dem Blick, dass Lebensstil, Ernährung, Bewegung (...) auch aktuelle Lebensqualität bedeuten und im Hinblick auf ein gutes, freudvolles und selbstbestimmtes Leben im Alter bedacht und verstanden werden können. Das Sichern von Mobilität schafft Lebensräume (Reisen, Aktivitäten in der Natur, Arbeit, Sport, etc.) und direkten Kontakt zu Menschen. Der Erhalt von Muskelmasse bewirkt ein geringeres Erkrankungs- und Verletzungsrisiko bis ins hohe Alter. Das bewusste Schwingen zwischen Anspannung und Entspannung sorgt dahingehend fu?r den Erhalt von Regenerationsfähigkeit (Schlaf), und das Herz-Kreislauf-System durch Bewegung zu fordern sichert die körpereigene Ökonomie auf allen Ebenen.

Neben allgemeiner Prävention, die in den letzten 25 Jahren abseits in der Tat nutzbringender Medikamente der Pharma-Industrie nicht sonderlich erfolgreich war, ist für ein Neudenken und eine notwendige Demokratisierung von Gesundheit (wo alle wissen, worum es geht) vor allem die Verbreitung moderner Untersuchungsmethoden gefragt. Mit Diagnoseverfahren wie der HRV gelingt es immerhin festzustellen, wo genau man sich zwischen Gesundheit und Krankheit verorten lässt. Im Bedarfsfall kann rechtzeitig gegengesteuert werden, ohne manifest zu erkranken! Dieser Aspekt hat einen einstweilen unabschätzbaren Erfahrungwert, denn Erfahrung ist in medizinischen Angelegenheiten die einzige wahre Quelle von Wissen, das Gegenstrategien gegen Krankheiten hervorzubringen imstande ist.

Geben Sie der HRV eine Chance, liebe Leserinnen und Leser. Seien Sie nicht wie die Politiker:innen und Prominenten, und lernen Sie sich selbst über Ihr persönliches „Lebensfeuer“ und Ihre HRV-Messdaten besser kennen. Die einzige Beziehung, die wir Zeit unseres Lebens nicht beenden oder aufkündigen können, ist bekanntlich jene zu uns selbst. Und je genauer wir uns kennen, desto wirksamer können wir gegensteuern, neu kalibrieren und Freude am Leben gewinnen. Wenn Maschinen geölt werden müssen, um uns zu dienen, warum sollte es, dem Wesen der Dinge nach, beim Körper denn anders sein? Das zu verstehen und unter die Menschen zu bringen, ist die Hauptaufgabe einer demokratisierten Sicht von Gesundheit.

„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.“
(nach einem chinesischen Sprichwort)

Leib-Seele-Trennung

Ein kleiner Nachtrag zum Abschluss: Aus sozio-kultureller Perspektive soll nicht unbemerkt und nicht ungesagt bleiben, dass selbst heute noch die christliche Leib-Seele-Trennung als eine Form „religiösen Erbes“ in vielen von uns nachwirkt. Es ist ein Erbe, das die Seele als ein Ewiges aufwertet und den Körper sozusagen als Vergängliches und „gefallene Natur“ abwertet. Dieses Konzept hat über Jahrtausende durch Erziehung und Sozialisierung in unseren Köpfen nachgewirkt und auch unsere heutigen, neoliberalen Glaubenssätze indirekt mitgeprägt. Der Körper, unser Tempel, wie das Christentum hie und da vermerkt, verdient Besseres.

Titelfoto: Fotolia #91780020 (c) pixelaway
Begriffsfoto: Fotolia #52362168 (c) fotodo
EKG: Fotolia #103656363 (c) sudok1

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